HMI-RFQ-Injektor
Dienstag, 12. Dezember 2017

Der HMI-VE-RFQ-Injektor

F├╝r das Hahn Meitner Institut (HMI) in Berlin wurde dieses 4-rod-RFQ Tandem entwickelt. Die Besonderheit liegt hier zum Einen in der Variabilit├Ąt der Teilchenenergie (VE = variable energy) zwischen 9 und 360 keV/u, auf Grundlage einer ver├Ąnderbaren Betriebsfrequenz im Bereich zwischen 85 und 120 MHz. Zur Frequenzverschiebung verf├╝gt die Struktur ├╝ber eine bewegliche Bodenplatte mit Hochfrequenzkontaktierung.

Zum Anderen sind hier zwei RFQs hintereinander  in einem Tank untergebracht. Der zweite RFQ ist zuschaltbar und f├╝hrt zu einem zus├Ątzlichen Energiehub. Die RFQ-Struktur bildet einen Ionenstrahlinjektor f├╝r ein Zyklotron zur Weiterbeschleunigung der Teilchen auf Energien zwischen 1,5 und 6 MeV/u. Der Leistungsbedarf betr├Ągt f├╝r die 3 Meter lange Struktur insgesamt 40 kW im Dauerstrichbetrieb.  Die 13 kW/m thermische Leistung wird durch ein effizientes K├╝hlsystem abtransportiert.

Der erste Hochleistungstest erfolgte 1997 in unserm Hause mit einer Senderanlage von Bertronix in Zusammenarbeit.

Anwendungsbereich: Tumorbehandlung, Analytik, Grundlagenforschung.

Design: Prof. Dr.  A. Schempp, IAP.