HMI-RFQ-Injektor
Montag, 20. Mai 2013

Der HMI-VE-RFQ-Injektor

Für das Hahn Meitner Institut (HMI) in Berlin wurde dieses 4-rod-RFQ Tandem entwickelt. Die Besonderheit liegt hier zum Einen in der Variabilität der Teilchenenergie (VE = variable energy) zwischen 9 und 360 keV/u, auf Grundlage einer veränderbaren Betriebsfrequenz im Bereich zwischen 85 und 120 MHz. Zur Frequenzverschiebung verfügt die Struktur über eine bewegliche Bodenplatte mit Hochfrequenzkontaktierung.

Zum Anderen sind hier zwei RFQs hintereinander  in einem Tank untergebracht. Der zweite RFQ ist zuschaltbar und führt zu einem zusätzlichen Energiehub. Die RFQ-Struktur bildet einen Ionenstrahlinjektor für ein Zyklotron zur Weiterbeschleunigung der Teilchen auf Energien zwischen 1,5 und 6 MeV/u. Der Leistungsbedarf beträgt für die 3 Meter lange Struktur insgesamt 40 kW im Dauerstrichbetrieb.  Die 13 kW/m thermische Leistung wird durch ein effizientes Kühlsystem abtransportiert.

Der erste Hochleistungstest erfolgte 1997 in unserm Hause mit einer Senderanlage von Bertronix in Zusammenarbeit.

Anwendungsbereich: Tumorbehandlung, Analytik, Grundlagenforschung.

Design: Prof. Dr.  A. Schempp, IAP.